Trekking Essen selber machen

Zu Hause zubereiten oder die Vorzüge der Fertignahrung genießen?

Trekking Essen selber machen

 

Wie sieht es bei dir aus? Kaufst du vor deinen Touren erstmal ordentlich Trekkingnahrung im Supermarkt oder Fachgeschäft ein? Oder steigerst du deine Vorfreude, indem du fleißig zu Hause deine Trekkingmahlzeiten vorbereitest und sauber verpackst? Beides bringt einen an das gleiche Ziel: Auf der Tour genug zu Essen bei sich haben und es sich gut gesättigt abends im Schlafsack gemütlich machen können. Vielleicht überlegst du aber auch, ob du nicht doch mal das Essen selbst zubereiten, oder genau umgekehrt, ob du dir die Mühe nicht sparen und das Trekkingessen fertig kaufen solltest. Wir haben uns auch gründlich Gedanken gemacht, sowie recherchiert und möchten dir in diesem Artikel unsere Ergebnisse vorstellen. Lies weiter, um zu erfahren, welche Vorteile es hat, sein Trekking Essen selbst zu machen oder es fertig im Einkaufsladen zu kaufen 😊

Die Trekking-Fertignahrung

 

Erstmal möchten wir dir die Vorteile und Nachteile der (Trekking-)Fertignahrung vorstellen. Geschmacklich sind die Trekking-Fertiggerichte gar nicht so schlecht, allerdings ist man am Ende eines langen Tages wahrscheinlich auch nicht so wählerisch. Wichtig ist, dass du genügend Energie und Nährstoffe bekommst und satt wirst. Allgemein raten wir dir vorab dazu, bei Fertignahrung die gesünderen Produkte zu nehmen. Achte auf wenig Geschmacksverstärker und Zucker, sowie auf die Verwendung von gesunden Fetten. Achte auch darauf, dass richtige Gewürze und ordentliche Zutaten im Gericht dabei sind. Dein Magen wird es dir danken 😉 Beispielsweise gibt es fertige Gerichte für längere Touren im Fachhandel.

Vorteile fertiger Trekkingnahrung

  • schnelle Zubereitung -> spart Brennstoff
  • kann direkt aus der Tüte gegessen werden –> spart Topf & Abwasch
  • geringes Gewicht
  • geringes Volumen (luftlos verpackt)
  • lange Haltbarkeit
  • keine Vorbereitung nötig

Nachteile fertiger Trekkingnahrung

  • hoher Preis (oft zwischen 5-10€ pro Gericht)
  • Tüten verursachen einiges an Müll
  • kann schnell eintönig werden
  • teilweise fragliche Zutaten & Inhaltsstoffe

 

Ein wichtiger Faktor ist auch die Zeit, die du unterwegs sein wirst. Bist du auf einer kurzen Tour (2-3 Tage), kannst du gut auch auf die Fertignahrung verzichten und dir deine eigenen Mahlzeiten zusammenstellen.

Die Trekking-Nahrung selber machen

 

Deine zweite Option ist, die Trekking-Verpflegung selber zu machen. Das ist vor allem deshalb eine tolle Idee, da du dann deine Lieblingsgerichte auf deiner Trekkingtour genießen kannst. Im Gegensatz zu den Fertiggerichten aus der Tüte, wirst du wahrscheinlich auch nach einer Woche von deinen Leibspeisen nicht genug bekommen können. Je nachdem kann es sein, dass du etwas anpassen musst, zum Beispiel einzelne Zutaten ersetzen oder das Obst und Gemüse gedörrt mit reinmischen musst, anstatt frisch. Im Prinzip sollten die Zutaten kaum Wasser enthalten (das gibst du dann bei der Zubereitung auf der Tour wieder hinzu). So ist die Nahrung nicht nur leichter, sondern hält auch länger. Natürlich ist diese Variante aber auch mit ein paar Hürden verbunden. Beispielsweise musst du darauf Acht geben, dass dein Essen dir die Höhe an Kalorien liefert, die du brauchst und generell für Trekking geeignete Nahrung mitnimmst. Falls du dir hier unsicher bist, empfehlen wir dir einen Blick auf unseren Artikel zum Thema Trekking Nahrung zu werfen. So kannst du bestens informiert deine Verpflegung planen! 😊 Hier aber erstmal die Vorteile und Nachteile, wenn du deine Mahlzeiten zu Hause vorbereitest:

Vorteile selbstgemachter Trekkingnahrung

  • du weißt genau, was du isst
  • du wählst selbst aus, was in den Topf kommt –> verhindert Eintönigkeit & erhöht das Geschmackserlebnis
  • Verzicht auf Geschmacksverstärker
  • preisgünstig
  • Spaß bei der Zubereitung
  • Wenig Müll -> wiederverschließbare Tüten mitnehmen und daheim spülen

Mögliche weitere Vorteile, wenn du deine Trekkingmahlzeiten entsprechend zusammenstellst und zu Hause vorbereitest:

  • schnelle Zubereitung -> spart Brennstoff (bei Cold & Hot Soaking-Gerichten)
  • kann direkt aus der Tüte gegessen werden –> spart Topf & Abwasch (z.B. bei Verwendung von wiederverwendbaren Lebensmittelbeuteln, diese hier halten auch kochendes Wasser aus)
  • geringes Gewicht (bei richtig gewählter Zutaten)

Nachteile selbstgemachter Trekkingnahrung

  • ggf. mehr Koch-Ausrüstung notwendig
  • aufwändige Vorbereitung
  • Kalorienzählen nötig, um Energiezufuhr zu gewährleisten
Wandernde legen in der Natur eine Pause ein zum Essen Ein Kocher und vorbereitetes Trekking-Essen stehen im Freien Porridge mit Früchten in einer braunen Schüssel

Wo kann man Trekking-Fertignahrung kaufen?

 

Wenn du lieber die fertigen, für das Trekking gedachten Gerichte mitnehmen möchtest, anstatt denen, die man so im ’normalen‘ Einkaufsladen bekommt, gibt es einige Marken, die dir da zur Auswahl stehen. Diese bieten dir unter anderem Frühstück, Desserts, Snacks und Gerichte für das Mittag- oder Abendessen. Zudem bieten die Seiten, auf denen die Gerichte vertrieben werden, teilweise Filter für vegane und vegetarische Nahrung oder spezielle Allergien. Du bekommst die fertig verpackten Mahlzeiten auf verschiedenen Seiten. Bergfreunde.de hat beispielsweise eine Auswahl an Gerichten aller unten genannten Marken. Sozusagen Trekking-Fertignahrung soweit das Auge reicht 😉

Leider fehlt es auf dem Markt der Trekking-Fertignahrung noch immer an Varianten in Bio-Qualität. Mittlerweile gibt es ein paar wenige Marken, die Mahlzeiten mit Bio-Zertifizierung anbieten, bspw. LYO. Wir hoffen, dass die Hersteller das Potenzial erkennen und bald noch mehr Bio-Trekkingnahrung auf den Markt bringen. Bei den Marken steht auch immer die Preisspanne dabei. Beachte, dass die Preise je nach Online-Shop variieren können!

Adventure Food

… hat eine tolle Auswahl an Fleischgerichten, aber denkt auch bei ihrer Produktauswahl an die Vegetarier unter uns 👍 Wer lieber Fisch mag als Fleisch, sollte die „Pasta al Salmone“ probieren. Wenn du Lust auf was Süßes hast, sagst du bestimmt auch zum Mousse au Chocolat nicht nein.

Preisspanne Hauptgerichte: ca. 3,79€ – 5,99€

Travellunch

… bietet beispielsweise verschiedene Pasta Gerichte. Stehst du weniger auf Nudeln wirst du aber trotzdem fündig 🙂 Auch glutenfreie Mahlzeiten befinden sich unter den Gerichten. Zum Frühstück gibt es unter anderem verschiedene Müsli Varianten. Bei den Desserts läuft einem aber auch das Wasser im Mund zusammen 😋

Preisspanne Hauptgerichte: ca. 4,76€ – 8,42€

Trek’n Eat

… ist ähnlich wie Adventure Food und Travellunch. Du hast eine größere Auswahl an verschiedenen Gerichten, die man gut am Abend oder zur Mittagszeit genießen kann 🙂 Zudem bietet dir Trek’n Eat Essen, das dich morgens stärkt und süße Desserts, die einem nach dem Mittagessen die Laune versüßen 😊

Preisspanne Hauptgerichte: ca. 4,50€ – 9,50€

Adventure Menu

… auch Adventure Menu hat mehrere Gerichte, die du gut mitnehmen und auf deiner Tour ohne Koch-Stress essen kannst. Die Pudding-Liebhaber werden sich besonders über die Desserts von Adventure Menu freuen 😉

Preisspanne Hauptgerichte: ca. 6,94€ – 9,85€

Tactical Foodpack

… bietet sowohl fleischhaltige, als auch vegetarische so wie vegane Gerichte. Zudem verkaufen sie ihre sogenannten Core Shakes zum Trinken in verschiedenen Sorten. Um unterwegs bei Kraft zu bleiben oder sich aufzuwärmen, gibt es auch Snacks, wie die gefriergetrockneten Keksbällchen und verschiedenen Suppen ☺️

Preisspanne Hauptgerichte: ca. 10,00€ – 11,20€

Decathlon

… hat ebenfalls Trekkingnahrung in seinem Sortiment. Unter anderem gibt es zwei vegetarische Bio Gerichte mit Grieß. Außerdem findet man auch Nachtisch wie Eiercreme und Milchreis 🙂

Preisspanne Hauptgerichte: ca. 5,99€ – 7,99€

LYO

… verkauft unter anderem auch Bio Trekkingnahrung. Bei LYO findest du neben den Hauptspeisen auch Nachtisch sowie Früchte für deine Tour. Zudem bieten sie verschiedene Suppen an, die perfekt für einen kühlen Abend geeignet sind ☺️

Preisspanne Hauptgerichte: ca. 6,90€ – 9,99€

Wie bereitet man Trekking-Nahrung selbst vor?

 

Falls wir mit den vielen Vorteilen dein Interesse für das Selbst-Vorbereiten deiner Trekkingnahrung wecken konnten, fragst du dich bestimmt, wie das nun eigentlich geht. Welche Möglichkeiten es zum Zubereiten gibt, erfährst du in dem Artikel „Trekking Nahrung“. In diesem Abschnitt behandeln wir wirklich das, was davor kommt, also das Vorbereiten 🙂 Darunter fällt vor allem das Vorkochen, Dörren, Zusammenmischen und Verpacken (je nach Gericht und Zutat).

Zuerst einmal solltest du dir überlegen, was du eigentlich für Gerichte auf deiner Tour essen möchtest. Überleg dir, wie viele Mahlzeiten du für deine Tour benötigst und achte auch darauf, dass du von diesen genügend Kalorien bekommst. Nachdem dann die nötigen Zutaten besorgt sind, kann es losgehen. Im nächsten Schritt sollte den Lebensmitteln das Wasser entzogen werden, du dörrst diese also.

Fragen beim Trekking

Wie geht das Dörren von Lebensmittel?

  1. Für das Dörren solltest du etwas Zeit einplanen, das kann schon mal einige Stunden dauern. Bei ca. 60 Grad Celsius +/- 10 Grad wird die Nahrung getrocknet. Dafür gibt es sogenannte Dörrautomaten, es funktioniert aber auch bei Umluft im Backofen, wenn du dort die Tür nicht ganz schließt. Das wäre es auch schon mit unserem kurzen Exkurs zum Thema how-to-dörren 😉 Alternative: Du kannst auch bereits fertig gedörrte Zutaten kaufen. Damit sparst du dir etwas Arbeitsaufwand 🙂 Getrocknete Lebensmittel findest du beispielsweise bei BioVitera ( https://www.biovitera.de).
  2. Sind deine zu dörrenden Zutaten fertig? Dann geht es jetzt zum nächsten Schritt: Dem Zusammenmischen. Hier gibt es eigentlich nicht viel zu erklären, deswegen halten wir uns kurz! Einfach die fertigen Zutaten pro Gericht vermischen, ganz easy 👍 Auch die Gewürze können übrigens schon dazu gemixt werden.
  3. Wichtig ist jetzt noch, dass du deine Mahlzeiten richtig einpackst und beschriftest, so dass du am Ende auch noch weißt, was sich in welcher Tüte befindet. Am besten eignen sich Ziploc-Tüten, die kannst du nämlich wieder mitnehmen, auswaschen und bei der nächsten Trekkingtour nochmal verwenden. Es sollte der Name des jeweiligen Gerichts und die exakte Menge an Wasser oder Öl darauf stehen, die du zum Zubereiten beigeben musst.

 

Jetzt wo du schon so tolle wiederverwendbare Tüten hast, solltest du sie unbedingt auch wieder mitnehmen. Bitte auf keinen Fall einfach in der Natur wegwerfen und liegen lassen! Der nächste Wanderer wird es dir danken. Falls du noch mehr über das Kochen beim Trekking erfahren möchtest, haben wir in unserem Artikel „Trekking Rezepte“ einige Rezepte für dich zusammengestellt! Diese sind nicht nur einfach zum Zubereiten, sondern auch super lecker 😊

Trekking-Nahrung aus dem Supermarkt – Ideen ohne viel Aufwand!

 

Bist du dir immer noch etwas unsicher, ob du bei der nächsten Tour lieber selbst kochen möchtest oder doch Fertignahrung kaufst, hätten wir noch einen Kompromiss für dich: Trekking-Nahrung aus deinem normalen Supermarkt!

 

Dabei hast du deutlich weniger Arbeit und kannst zudem auch Kosten sparen. Die Lebensmittel aus dem Supermarkt sind nämlich meistens doch etwas günstiger, als die von speziellen Outdoor-Marken. Ein Gericht das wir bestimmt alle lieben und regelmäßig zu Hause essen, sind Nudeln mit Soße. Dabei kannst du gut einfach eine fertige Tütensoße mitnehmen. Beides muss nicht gedörrt werden, da es bereits in einem trockenen Zustand gekauft wird. Einfach Nudeln und Tütensoße in den Rucksack packen. Mehl und Gewürzen ergeben beim Trekking eine leckere, sättigende Beilage. So kannst du mit Zutaten, die du wahrscheinlich bereits zu Hause hast, beispielsweise Stockbrot, Bannock oder Fladenbrot machen.

Gehörst du zu den vielen Pizza-Fans, wird dir bei einer Outdoor-Pizza bestimmt das Wasser im Mund zusammenlaufen 😋 Dann fehlt nur noch das Tomatenmark und – je nachdem was dir schmeckt – Salami, Käse und/oder Schinken. Du kannst auch Pfannenbrot aus der Dose einpacken, wie das von Breaddonuts. Dann hast du es sogar noch etwas einfacher und musst nicht zuerst den Teig vorbereiten. Was du möglicherweise auch noch im Küchenschrank bereit hast, ist Tüten-Kartoffelpüree. Das ist auf der Tour schnell zubereitet und wärmt dich auf. Isst du gerne Brei gibt es auch Porridge- und Couscous-Fertigmischungen. Beides kann man von Davert bekommen. Guten Porridge bieten aber auch RUF und 3Bears. Unsere letzte Empfehlung ist der Schneller Hummus Natur von Alnatura, der fix in 5 Minuten zubereitet werden kann.

 

Unter diesen Empfehlungen ist bestimmt etwas für dich dabei, was dir gut schmeckt und du auf deiner nächste Trekkingtour schnell und einfach zubereiten kannst 😊

Fazit

 

Im Endeffekt muss jeder selbst entscheiden, was ihm lieber ist. Sowohl ein Trekking-Fertiggericht, als auch das Vorbereiten zu Hause, hat seine Vorteile. Mit Sicherheit kann man aber sagen, dass das eigene Vorbereiten viel Spaß macht und auch weniger den Geldbeutel belastet. Auch lässt sich behaupten, dass das eigene Essen oftmals besser schmeckt 🙂 Man kann es aber keinem zum Vorwurf machen, auf die Fertiggerichte zurückzugreifen. Nicht jeder hat die Zeit, vor der Tour noch aufwendig Lebensmittel zu dörren oder sich überhaupt erstmal Gedanken zu Gerichten zu machen. Wie du dich auch immer entscheidest, wünschen wir dir jetzt schon mal „’nen Guten“!